Dienstag, Februar 23

Der Griefplayer, das unbekannte Wesen

Folge 6 der Chaoswelten beschäftigt sich heute mit dem Homo Stupidus, oder kurz: "Griefplayer". Den Gastauftritt hat heute eine "Psychologin" mit einer ganz eigenen Erklärung dafür, was genau bei jenen Menschen schief läuft, die anderen einfach nur das Spiel verderben möchten - buchstäblich.

Viel Spaß beim Zuhören!


Mittwoch, Februar 17

Ist das Gefährte oder kann das weg?

Wer schon immer etwas darüber wissen wollte, was ein Begleiter ist, wofür sie gut sind und wie verschiedene MMOs diese handhaben, bzw. wohin die Reise gehen könnte, der wird in der neuesten Fassung zu Namidhs Chaotischen Welten fündig.

Viel Spaß beim Reinhören!


Dienstag, Februar 9

Ich war produktiv...!

Es soll keiner behaupten, ich hätte mich im Urlaub ausgeruht. Und auch unmittelbar davor gab es eine neue Ausgabe, weswegen ihr gleich zwei Folgen im "Binge Hearing" nachhorchen könnt.

Folge 3 beschäftigt sich mit den sich stets wiederholenden Phasen eines MMOs - grob ausgedrückt: Von der Geburt bis zum Tod und zurück....


Direkt im Anschluss geht es ums Herz - konkret: um Liebesbeziehungen in Onlinespielen ganz allgemein. Mehr noch: Im Telekolleg-Stil erfahrt ihr im Verlauf des Textes auch die wohl ineffizienteste Anmache seit der Erfindung des "Du sein mein Frau"-Stein-auf-den-Kopf-Anbaggerns durch den Höhlenmenschen. Viel Spaß!



Wie immer gilt: Solltet ihr weitere Themenvorschläge haben, dann gebt mir Bescheid. Das nächste Thema steht bereits, aber viel möchte ich noch nicht verraten...


Euer

Namidh


Sonntag, Februar 7

Urlaubsbericht, Versuch 1

Der Urlaub auf den Kanaren war dieses Jahr mein Highlight. Das hatte diverse Gründe, der wohl dringlichste: Es ist verdammt nochmal sonnig dort unten. Und bevor jetzt irgend ein Gynäkologe aufwacht: nicht DA unten. Sondern eben: da unten. Mit 22 - 24 Grad hat man eine Garantie für Erholung - es sei denn, man ist Eisbär, verständlich, klar. Aber ich bin eben keiner.

Also ab mit der Familie in die südlichen Gefilde. Gleich vorab steigt man in den Flieger und hat folgendes Gefühl für Urlaub: keins.
Ganz im Gegenteil hatte ich das Gefühl, in einem Versorungsflieger für Orte gelandet zu sein, der irgendwelche viel zu jungen Zivilisationen mit Rentnern von der Luft aus befüllen muss. Jetzt habe ich nichts gegen ältere Menschen, sind ja auch Menschen - aber manche von ihnen sind teilweise dermaßen unverschämt, dass ich mich weigere, Respekt zu zeigen. Für was? Das hohe Alter? Ja, dafür mit Sicherheit - aber nicht, dass man mir beim Warten im Gang im Zuge der Toiletten-Polonaise den Hintern ins Gesicht drückt. Wiederholt. Aber auch das wäre kein Problem, wenn sie sich nicht ständig beschweren würden - über zu laute Gespräche, über Babys...

... wobei, Sekunde, da muss ich einhaken: Babys auf solch eine lange Reise mitzubringen grenzt schon arg an Misshandlung - und zwar sowohl der Mitreisenden als auch des Babys an sich. Himmel, die Dinger sind zerbrechlich und klein: Wenn der Flieger mal in ein Luftloch gerät, soll das kleine Ding von der Decke gekratzt werden?

Zurück zum Thema: Da der Mittelgang ständig besetzt war, war natürlich an normaler Unterhaltung nicht zu denken. Manch Stehgast hat auf mein Tablet geguckt und hat für sich fleißig mitgeraten, was ich wohl wie verschieben sollte. Schön, wenn auf diese Weise generationenübergreifend echtes Multiplaying zustande kommt. Weniger schön, dass ich dafür meinen persönlichen Intimbereich opfern muss. Aber hey, solch eine Zwangsnähe verbindet doch auch und dieser Talkum-Geruch wird mich vermutlich noch eine Zeit lang verfolgen.

Angekommen ging es über einen Bus ins Hotel. Den Bus erst mal zu finden ist eine Kunst für sich - man kommt nicht umhin zu glauben, Spanien plane eine Invasion allein über eine Bus-Armada, die ihresgleichen sucht. So viele Busse, so viele Busfahrer und jeder wartet auf seine fünf bis zwölf Gäste, die er dann bei ausgeschalteter oder übertakteter Klimaanlage dann zum Hotel kutschieren darf. Vorbei am Far West der touristischen Geisterstädte, hin zu den großen Ballungszentren, wo ab und an das heilige Wasser des Kapitels fließt und alles noch irgendwie gedeiht.

Die Orte sehen so aus wie Supermärkte strukturiert sind: Große Systemangebote bestehend aus zu vermietenden oder zu verkaufenden Häusern sowie Grundstücke, Möbelläden, Autohändler und schließlich natürlich Lastervermieter, Inneneinrichtungsbaracken und schließlich Supermarkt an Supermarkt zusammen mit den wunderbaren Errungenschaften des afrikanischen Exportschlagers, dem prototypischen Klunkerhändler mit bestimmt total originalen Addidasch-Gedächtniskappen und Naik-Schuhen. Alles total original, auch von Deutsche und Gaybana.
Dazwischen dann direkt das Hotel mit einem großen Schild: "Meeting Point", der sowas von schattenverschont war, dass ich zuerst "Melting Point" gelesen habe. Doch so heiß war es nicht, der Hitzeschock blieb aus.

Das Hotel - ein riesiges Glasfassadenkonstrukt, das Seriösität und Abenteuer zugleich ausstrahlte, lud uns förmlich ein, beschwingt einzutreten. Das muss sich übrigens auch ein anderer Gast gedacht haben, der vor lauter Schwung vergessen hat, die Glastür aufzudrücken - die Tür war zersplittert, aber Warnschilder erinnerten uns bis zum letzten Tag daran, diese Tür nicht zu benutzen. Das führte dann bei den Schleusen zu einer Art Z-Bewegung, was auch zur Entschleunigung beiträgt und das ist für einen Urlaub bekanntlich das Wichtigste.

Voller Freude traten wir ein und wurden nicht enttäuscht. Die große Glasfassade ließ jede Menge Licht auf ein kreisrundes Areal in der Mitte des Hotels, das um dieselbige herum gebaut wurde. Dort, in der Mitte, war eine große Bar, diverse Brunnen, kleine Teiche, Brücken, Fische. Links und rechts ging es nach draußen zu weiteren Poolbars mit Meerwasserschwimmgelegenheiten und Liegen - dazu der obligatorische Hinweis, verdammt nochmal keine Liegen durch Strandtücher zu besetzen. Beruhigend: Die oberste Sprache ist in Englisch, das fand ich dann doch angenehm und ich war erleichtert - bis ich dann zur zweiten Sprache kam, die ich perfekt lesen konnte, weil: deutsch. Verdammt, aber hey, besser als die Engländer: EAT THIS!

Zurück zum Hotel: Um die Mitte herum reihten sich die verschiedenen Stockwerke mit ihren Zimmertüren. Wer also sein Zimmer dort verlässt kann direkt einen Blick auf die wunderbare Mitte erhaschen. Die verschiedenen Balustraden waren mit Kletterpflanzen behangen, was einen gedrungenen Dschungelstil aufkommen ließ und einem das Gefühl gab, eine Art Tarzan auf Urlaub in der Zivisilation zu sein.

Zimmerschlüssel in Form von Magnetkarten gab es auch. Zwei erhielten wir, wobei meine regelmäßig funktionsuntüchtig wurde. Komisch, kann mir das gar nicht erklären. Konnte es mir auch nicht erklären, als die Karte mal an dem magnetischen Case meines Handys kleben blieb. Muss eines dieser Mysterien sein, die ich bis zum Schluss nicht enträtseln konnte.
Das Zimmer versprühte die absolute Banalität eines Strandzimmers: Ob Fernseher oder Schrank, sogar die Matratzen deuteten darauf hin, dass man eh nicht damit rechnete, dass sich jemand ernsthaft längere Zeit hier aufhalten würde. Warum auch?

Ach, da fällt es einem ein: Der Anblick. Wir hatten in knapp 50 Meter Luftlinie aus dem dritten Stock heraus direkt den Strand. Die kommenden Nächte verbrachte ich damit, einfach nur draußen zu sitzen und den maritimen Sternenhimmel zu begutachten. Vom Band des Orion abgesehen hatte man einen perfekten Überblick über alles. Die einzelnen Sternenbilder habe ich natürlich alle sofort gefunden: Die überreife Kastanie, der große LKW-Wagen, der Hund der es mit der Schildkröte treibt und der Leuchtturm, der irgendwie mit dem Nordstern um die Wette funkelte.

Der Tag war geprägt von langen Spaziergängen entlang der Uferpromenade. Links die teils steinigen Strände, rechts diverse Touristen in Käfighaltung. Es gab Radfahrer, es gab Jogger und in regelmäßigen Abständen auch diverse Sportanlagen, die offen zugänglich waren und dazu einluden, sich an ihnen auszutoben. Schön war das "Dreh mich mit den Armen im Kreis"-Rad, gefolgt vom "Heb dein eigenes Gewicht in die Luft"-Sitz hin zum "Skilanglauf unter der Sonne, Versuch 3"-Gestell. Ab und an mündete der Laufweg in eine Einkaufs- oder Fressmeile - oder beidem. Dann wieder lange Wege unter der unbarmherzigen und dank der Seeluft gut zu ertragenden Sonne Lanzarotes.

Für die Tagestouren waren wir zu kurz da, fast alles war überbucht und damit hinfällig. Wir haben die Zeit hauptsächlich genutzt um Sonne zu tanken und abzuschalten. Die Batterien sind wieder aufgeladen, das reicht vollkommen. Nächstes mal darf es dann etwas mehr Action sein, aber dieses mal war es eine Art Sommerkurzurlaub zur Winterszeit. Auch praktisch. Und nebenbei habe ich weitere Texte für meinen Youtube-Channel verfasst und das unter dem nächtlichen Sternenzelt, während das sanfte Rauschen der sich brechenden Meereswellen mein leises Fluchen über die verdammte Bluetooth-Krüppeltastatur meines Tablets verschluckte. Dieses Bild werde ich so schnell nicht vergessen und erinnerte mich an eine Zeit und ein Gefühl, das tiefmelancholisch unter dem Schutt des Alltages und der Zeit verborgen lag.

Am letzten Tag - also heute - ging es dann zurück. Erst mussten wir vom Bus abgeholt werden. Busse kamen auch früh in der Nacht (alles vor 6 Uhr ist für mich "Nacht") an, allerdings für jede dort wartende Familie einzeln, denn, wir erinnern uns: Jede Reisegesellschaft muss tunlichst darauf achten, möglichst unwirtschaftlich nur seine Kunden abzuholen, auch wenn am Ende alle vor dem selben Check-In-Schalter landen. Synergie-Effekte? Sicher... war mal Thema in BWL, erstes Semester, hab gepennt...

Im Flieger war es dann angenehm. Der Flughafen Lanzarotes drückt dieses spanische Flair von "Mach's dir doch selbst, ließ die Tafel!" aus, man findet über die eigene Webseite sogar Minuten vor den Anzeigetafeln im Flughafen heraus, an welchem Gate man sich einzufinden hat - ca. 10 Minuten bevor das Boarding auch schon beginnt. Und wie immer werden alle vorgelassen, die entweder Kleinkinder mit als Handgepäck aufgeben möchten oder sonst wie funktionseingeschränkt sind. Danach kommen dann die zum Zuge, die sich für fünf Minuten mehr Sardellenfeeling gegen Entgelt vor der Zeit einsargen lassen wollen, anschließend die Gruppen A, B, C und D.
Interessant ist, dass es furchtbar schwer sein muss, diese Buchstaben auseinander zu halten, da regelmäßig Leute aufstehen und völlig überrascht sind, wenn sie noch nicht durchgelassen werden, weil ihr Buchstabe nicht aufgerufen wurde. Hier hätte vielleicht bei den unzähligen Sicherheitshinweisen ein kleines Tutorial mit den vier wichtigen Buchstaben geholfen, vielleicht im Sesamstraßen-Format?
Überhaupt glänzt es an einer logistischen Meisterleistung, genau die Leute, die ganz ans Ende des Flugzeuges wandern müssen, zuletzt einsteigen zu lassen. Da fehlen einem die Worte, aber hey, Flughäfen sind eine Brutstätte für logistische Meisterleistungen - fragt mal die Berliner.

Der Flieger selbst war deutlich jünger, was auch die mittlere Toilettenschlangenlänge zum Ausdruck brachte. Neben der obligatorischen Laugenstange war die strategische Versorgung mit Tomatensaft gewährleistet. Auch schön: Neuerdings stellen sich die Kapitäne mit Copilot und Besatzung vor. Da möchte man gleich alle umarmen, doch gleichzeitig fehlte mir eine Information zum psychischen Zustand aller wichtigen Personen an Bord. Ich habe mir natürlich schon etwas Sorgen gemacht, zumal es das erste mal war, dass ich weniger Angst davor hatte, ob technisch etwas geschieht als vielmehr menschlich. Früher hieß es mal, dass auch der Pilot gerne wieder unten ankommen wollte - dass diese Aussage neuerdings buchstäblich zu verstehen sein würde, daran habe ich vor einigen Monaten nicht gedacht.

Da kein Flieger direkt nach Berlin flog, wurde erst ein Stop in Köln eingelegt. Praktisch: Köln war im Karnevalsfieber, was das Herausfiltern von Terroristen noch einfacher macht. Es ist gut, dass diesmal auf die halblustigen Bombenwitze im Gepäck verzichtet wurde, die sind so 2001 und vollständig out. Besser ist, sich einen übergroßen Hut aufzusetzen und ein Gesicht aufzumalen, das an eine besessene Form von MickyMaus erinnert. Da hilft auch kein Lachen, das induziert bei Kindern nur zukünftige Ängste vor Clowns. Und Kölnern.

Wieder in Berlin gelandet ging es ins Taxi und mit viel Gehupe seitens der anderen Berliner Verkehrsteilnehmer wurden wir dann nach Hause geleitet. Es ist schön, wenn man einfach willkommen geheißen wird. Ihr habt uns auch gefehlt - ihr Arschgeigen!

Freitag, Januar 22

Er hat es wieder getan: Folge 2 ist draußen

Gestern schrieb ich noch vom neuen Channel, heute ist schon Folge 2 draußen. Diesmal geht es um Lootverteilungssysteme - und ganz speziell um das DKP-System.

Was es ist, ob man es essen kann und ob es wirklich das absolut beste System ist, dass es gibt, erfahrt ihr in der völlig objektiven neuen Folge. Viel Spaß beim Zuhören!


Ach übrigens, mich gibt's auf Youtube

Huch, fast völlig vergessen, aber lieber spät als nie: Ich bin seit ca. einer Woche auf Youtube vertreten. Ihr findet mich unter:
https://www.youtube.com/user/Namidhful

Es kann nicht schaden, den Kanal zu abonnieren, da ihr so am schnellsten erfahrt, wenn es neue Videos gibt. Schneller sind eigentlich nur schlechte MMO-Nachrichten...


Das Premierenvideo findet ihr hier- es geht um Streamer und Let's  Player. Viel Spaß beim Reinhören!



Übrigens: Der nächste Teil ist bereits unterwegs. Thema dann wird das DKP sein - natürlich wieder mit der gewohnten Objektivität, was sonst?


Einen speziellen Dank an alle Leser und Zuhörer. Ihr seid großartig, ich hatte nicht mit so viel Unterstützung gerechnet. Sauber :)


Namidh